{"id":327,"date":"2018-03-05T10:35:11","date_gmt":"2018-03-05T09:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.edm-tec.org\/?page_id=327"},"modified":"2024-01-04T13:58:59","modified_gmt":"2024-01-04T12:58:59","slug":"drahterodieren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.edm-tec.org\/de\/drahterodieren\/","title":{"rendered":"Drahterodieren"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<h4>Das Drahterodieren (auch Drahterosion) ist ein formgebendes Fertigungsverfahren (Schneidverfahren), welches nach dem Prinzip des Funkenerodierens arbeitet.<\/h4>\n<p>Es wird auch als elektroerosives Bearbeiten, Drahtschneiden (bzw. englisch als \u201ewirecutting\u201c) bezeichnet. Als Bearbeitungselektrode dient dabei ein d\u00fcnner, st\u00e4ndig durchlaufender Draht von EDM-TEC.<\/p>\n<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-12560 alignleft\" src=\"https:\/\/www.edm-tec.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/drahtschneiden-wiki2.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"493\" srcset=\"https:\/\/www.edm-tec.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/drahtschneiden-wiki2.jpg 550w, https:\/\/www.edm-tec.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/drahtschneiden-wiki2-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.edm-tec.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/drahtschneiden-wiki2-241x216.jpg 241w, https:\/\/www.edm-tec.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/drahtschneiden-wiki2-382x342.jpg 382w\" sizes=\"(max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/h6>\n<p>Der EDM-TEC Erodierdraht ist auf einer Spule aufgewickelt und wird von dort \u00fcber Umlenkrollen und die Bremsrolle zur oberen Drahtf\u00fchrung gef\u00fchrt. Durch zwei gegen\u00fcberliegende Antriebsrollen wird der EDM-TEC Draht mit einer definierten Drahtspannung im Bereich von 5 bis 25 Newton und einer Geschwindigkeit mit bis zu 25 m\/min durch das Werkst\u00fcck und durch die untere Drahtf\u00fchrung gezogen und danach entsorgt. Die Drahtf\u00fchrungen ober- und unterhalb des Werkst\u00fccks f\u00fchren und st\u00fctzen den EDM-TEC Draht und unterdr\u00fccken Schwingungen. Des Weiteren dienen die Drahtf\u00fchrungen dazu, beim Konischschneiden einen definierten Umlenkpunkt zu haben. Die Werkst\u00fccke werden in einem fl\u00fcssigen Dielektrikum geschnitten. Dieses besteht aus deionisiertem Wasser. Einige spezielle Maschinen arbeiten aber auch mit Erodier\u00f6l. Durch permanente Sp\u00fclung entsorgt das Dielektrikum den anfallenden Erodierabfall aus dem Schnittspalt und k\u00fchlt den EDM-TEC Draht, der bei geringem Querschnitt einen hohen Strom aufnehmen muss. Der Erodiervorgang beginnt entweder an einem Startpunkt am Werkst\u00fcckrand oder in einer Startlochbohrung. Diese wird vorher durch Bohren oder Senkerodieren in das Werkst\u00fcck eingebracht. Durch diese muss der Erodierdraht von EDM-TEC eingef\u00e4delt werden.<br \/>\nGrundlegend gilt, dass der EDM-TEC Erodierdraht positiv und das Werkst\u00fcck negativ gepolt ist. Dadurch findet die f\u00fcr den Abtrag ebenfalls relevante Elektromigration vom Werkst\u00fcck weg statt (Metallionen sind positiv geladen). In den Nachschnitten kann die Polung auch anders oder wechselnd sein.<\/p>\n<p>Dies ist abh\u00e4ngig von der Technologie des jeweiligen Maschinenherstellers.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>N\u00e4hert sich der EDM-TEC Erodierdraht dem Werkst\u00fcck auf einen sehr kleinen Abstand, bildet sich an der Stelle mit dem geringsten Abstand ein elektrisches Feld, in den positiv und negativ geladene Ionen stark beschleunigt werden. Diese Ionen bilden einen ionisierten Kanal zwischen Werkst\u00fcck und Elektrode, der Elektrizit\u00e4t leitet. Jetzt kollidieren die Ionen in dem Endladungskanal, was zu einem sichtbaren Funken f\u00fchrt. Gleichzeitig bildet sich eine Gasblase aus dem verdampfendem Dielektrikum und Material (Elektrode und Werkst\u00fcck). In der Gasblase steigt der Druck gleichm\u00e4\u00dfig an und es bildet sich Plasma. Die Blase vergr\u00f6\u00dfert sich, bis sie r\u00e4umlich durch Elektrode und Werkst\u00fcck begrenzt wird. Jetzt wird der Strom durch das Einleiten der Impulspause unterbrochen und die Blase implodiert. Durch die Implosion wird geschmolzenes Material aus dem Werkst\u00fcck und auch aus der Elektrode gerissen. Wird die Impulspause zu sp\u00e4t eingeleitet (Impulsdauer zu lang), kann ein Lichtbogen entstehen, welcher zu einem Drahtriss f\u00fchrt.<br \/>\nDie Einstellungen des Generators f\u00fcr den Bediener sind von dem Hersteller in Technologien hinterlegt. Sie enthalten z. B. die Entladedauer, Entladepause, Stromst\u00e4rke sowie Spannung (auch Leerlaufspannung), Kondensatorkapazit\u00e4t, Arbeitsspannung (Servospannung), maximalen Vorschub sowie die grunds\u00e4tzliche Generatorschaltung (Modus oder Pulsmode)<\/p>\n<p>Die maximale Generatorleistung bei Drahterodiermaschinen wird meist mit ihrer Schruppleistung in Quadratmillimeter pro Minute (mm\u00b2\/min) angegeben. Mittlerweile gibt es Maschinen, die mit bis zu 500 mm\u00b2\/min arbeiten. Da solche Geschwindigkeiten aber mehr zerst\u00f6ren als rentabel ist, wird beim Hauptschnitt oder Schruppschnitt (Schnitt durch volles Material) mit 150 mm\u00b2\/min bis 250 mm\u00b2\/min gearbeitet. Dabei gilt die Referenzh\u00f6he von 60 mm.<\/p>\n<p>Oft wird mit niedrigeren Generatoreinstellungen nachgeschnitten, um h\u00f6here Genauigkeiten und bessere Oberfl\u00e4chen zu erreichen. Um Genauigkeiten im Bereich von weniger als 2 \u00b5m zu erreichen, wird je nach Hersteller bis zu achtmal nachgeschnitten.<\/p>\n<p><strong> Weitere Erodierverfahren sind das Senkerodieren und das funkenerosive Bohren.<\/strong><br \/>\nAls Drahtwerkstoff wird meist Messing verwendet. Aber auch Kupfer, Wolfram und Stahl finden zunehmend mehr Verwendung. Um die Schneidleistung und Genauigkeit zu erh\u00f6hen, werden Erodierdr\u00e4hte mit Zink und anderen Materialien beschichtet und\/oder thermisch behandelt. Der Standarddurchmesser betr\u00e4gt in Europa 0,25 mm und in Asien 0,2 mm. Erodierdr\u00e4hte von EDM-TEC sind aufgrund der geringen Toleranz (1 \u00b5m bis 2 \u00b5m) im Bereich von 0,02 mm bis 0,33 mm verf\u00fcgbar.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Drahterodieren (auch Drahterosion) ist ein formgebendes Fertigungsverfahren (Schneidverfahren), welches nach dem Prinzip des Funkenerodierens arbeitet. 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